Kassen stellen Arzneimittel­versorgung auf den Kopf

Gottmadingen – Seit Jahren schützen Apotheken mit der Weitergabe von Arzneimittel-Importen an Patienten und Versicherte nicht nur das Gesundheitssystem vor einer weiteren finanziellen Überlastung. Vielmehr noch schützen sich die Apotheken selbst vor einem weiteren Zugriff durch die Krankenkassen. Das stellt der Vorstand der ACA Müller ADAG Pharma AG klar.

Die jüngsten Forderungen der AOK Baden-Württemberg nach einer Abschaffung der Importe verdeutlichen nach Auffassung vieler Apotheken und von ACA Müller, dass die Kasse stattdessen nur ein alternatives Instrument suchen wird, um die Apotheken in den Würgegriff zu nehmen. ACA-Vorstand Arne Nielsen: „Arzneimittel-Importe haben sich in der Apotheke und beim Patienten mehr als bewährt. Dass die AOK das ändern will, verdeutlicht nur eins: Sie will noch mehr von der ohnehin geringen Marge der Apotheken abschneiden. Das stellt die Arzneimittelversorgung auf den Kopf, deshalb muss diese Strategie von der Politik durchkreuzt werden!“

Diese über Umwege geplante Margenkappung in der Apotheke wird eine weitere Verschlechterung der Ertragssituation in den Apotheken und damit weitere Apothekenschließungen und eine Verschlechterung der Arzneimittelversorgung der Menschen zur Folge haben. Davon wäre dann insbesondere der ländliche Raum betroffen. „Die Kassen sollten sich lieber dafür einsetzen, die Situation beispielsweise bei den nicht lieferfähigen Arzneimitteln zu verbessern. Denn in den Apotheken sind Importe längst ein Teil der Arbeits- und Versorgungsrealität geworden. Das Instrument ist beständiger und deutlich unkomplizierter als beispielsweise die Rabattverträge der Krankenkassen.“

Über ACA Müller ADAG Pharma AG:
ACA Müller Pharma importiert Arzneimittel und Medizinprodukte aus den EU-Mitgliedsstaaten und vertreibt diese sowohl an Apotheken, den pharmazeutischen Großhandel als auch an Sanitätshäuser, Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Deutschland und weltweit. Durch gezielte Nutzung der teils erheblichen Preisunterschiede der Originalhersteller können Preisvorteile zum Nutzen des gesamten Gesundheitssystems erzielt werden. Durch eine in 2014 begonnene umfassende Erweiterung des Medizinproduktesortimentes mit Eigenmarken und Exklusivvertriebspartnerschaften wird ein zusätzlicher Beitrag zur Versorgung von Patienten mit qualitativ hochwertigen medizinischen Technologien in einer Vielzahl von Therapiegebieten geleistet. Das Unternehmen beschäftigt am Standort Gottmadingen in Baden-Württemberg rund 200 Mitarbeiter.

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